Loading...

MATTA MATTA 2.0

DSC_0832

5+ / 60 min

Tanz

 

Konzept und Choreografie: Jasper Džuki Jelen und Mojra Vogelnik Škerlj

Tänzer:innen: Sunčica Bandić, Łukasz Czapski, Till Frühwald

Musik / Soundscape: Jörg Schellekens

Dramaturgie: Moos van den Broek, Mikaêl Orozco

Kostüm: Esther Sloots, Betka Fislova

 

Produktion MATTA MATTA 1.0 & 2.0: Katto Vanhoutteghem /The100Hands (NL), Therese Johnson and Sofia Wickman / Dansstationen (SE), Anna Katrine Korning and Mie Meyle / Dansehallerne (DK) / VRUM Performing Arts Collective (AT)

 

Ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung von: The100Hands (Breda, NL), Dansstationen (Malmo, SE), Dansehallerne (Copenhagen, DK), Dutch Performing Arts Fund (NL), Municipality of Breda (NL), MA7 Stadt Wien Kultur, Kultusministerium Kroatien, Zaklada Kultura Nova

 

 

BUCHUNG:

Alle Informationen zur Buchung finden Sie auf der Website von WienXtra Bildungschancen: https://www.bildungschancen.wien/angebot/393/

Alles, was man mit Turnmatten machen kann und noch viel mehr!

 

Eine Tanzperformance, die nicht auf der Matte bleibt. Es ist Sport und Tanz.

Es ist quadratisch, aber trotzdem weich. Es ist Erschöpfung und Ruhe, springen und dann landen, fallen und wieder aufstehen.

Bei MATTA MATTA 2.0 geht es um Sicherheit und das Wagnis, ein Risiko einzugehen.

Drei Tänzer:innen verirren sich in einer Landschaft aus Weichböden und das Publikum ist mitten drin statt nur dabei.

 

MATTA MATTA 2.0 ist eine interaktive Tanzperformance in Turnhallen für Kinder und Erwachsene.

3 Tänzer:innen initiieren ein Spiel mit 2 großen Weichböden und 16 kleinen Turnmatten, bei dem alle Besucher:innen in Situationen geraten, in denen es um Sicherheit, Risiko und Zusammenarbeit geht.

Die kleinen Matten dienen als Sitzfläche und strukturieren den Raum, verändern aber auch Form und Rolle während der Show. Sie werden zu einem Labyrinth, mit gefährlich taumelnden Mauern, einem Turm, einem Meer von Booten, um eine Insel, einem Schild, hinter dem man sich verstecken kann, einem Bett, von dem man immer geträumt hat. Die Kinder sind auf vielfältige Weise damit beschäftigt, diese in Zusammenarbeit mit den Tänzer:innen (um-) zu platzieren. In diesen Kollaborationen wird das Publikum bewegt und wird auch Teil der Landschaft der Aufführung. Die Situation, in der das Publikum durch eine Mauer in zwei Lager unterteilt ist, steht im Gegensatz zu einem ausgleichenden Duett, in dem jeder nahe am Rand der großen Matte sitzt. Der Sound wechselt zwischen verspielten Rhythmen und Beats sowie Geräusche von Turnmatten, die gezogen und fallengelassen werden. MATTA MATTA 2.0 braucht keine Worte!

 

Die Sicherheit von Kindern ist in unserer heutigen Gesellschaft ein zeitloses, aber aktuelles Thema. Das Internet und das Smartphone bieten die Möglichkeit, immer zu wissen, wo sich das Kind befindet, ihm zu folgen und die Information und Kommunikation mit anderen zu beschränken. Auf der anderen Seite sind Kinder für Informationen von außen zugänglicher, ebenso für Fremde und verlassen sich häufiger auf Technologie als auf ihre physischen Kenntnisse und Möglichkeiten.

Auch im Theater für junges Publikum werden Fragen nach der notwendigen Verstärkung der Überwachung von Eltern und Aufsichtspersonen gestellt. Wie frei kann ein Kind spielen und ausprobieren? Wie frei kann das Theater noch sein?

 

Jasper Džuki Jelen und Mojra Vogelnik Škerlj suchen mit MATTA MATTA 2.0 nach einer physischen und greifbaren Möglichkeit, diese Tendenzen in Frage zu stellen. Es wird davon ausgegangen, dass Kinder keine direkte Verbindung mit den Sorgen der Erwachsenen haben und nicht in konkreter Form damit konfrontiert werden sollten. Wenn man die traditionelle Rolle und Haltung des Publikums loslässt, entsteht eine unvorhersehbare Situation. MATTA MATTA 2.0 ist eine praktische Übung im Umgang mit neuen Situationen und Fremden, eine Erforschung von Mut, körperlichen Fähigkeiten, Kooperation und Selbstvertrauen.