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Nachts

NACHTS 1 by VRUM on tour

NACHTS

5+ / 50 min

Multimediales Tanztheater

 

Konzept: Sanja Tropp Frühwald / Till Frühwald

Regie / Choreografie: Sanja Tropp Frühwald

Dramaturgie / Text: Cornelius Edlefsen

Tanz / Performance: Jolyane Langlois

Musik / Video: Oliver Stotz

Ausstattung: Thomas Garvie

Animationen: Wolfgang Pielmeier

Licht: Dina Marijanović

Produktionsleitung: Till Frühwald

Sprecher:innen: Mila Frühwald / Jaša Frühwald /

Till Frühwald / Adele Landrichter / Rozsa Lichtenberger /

Lilly Prohaska

 

Eine Koproduktion mit

SCHÄXPIR Theaterfestival (A) & Kliker Festival (HR)

 

Fotos: Davor Konjikušić

Eine Reise durch die dunkle Zeit des Tages

 

Nachts sind alle Katzen …. Grün? Dunkelgelb? Zartrosa? Oder doch einfach nur grau? Und was ist mit den Nachtschattengewächsen? Wachsen diese nur im Schatten der Nacht und hat die Nacht überhaupt einen Schatten? Woher kommen die Geräusche, bewegt sich da etwas im Gebüsch? Was passiert während dieser besonderen Zeit wirklich, wenn – wie Mama und Papa sagen – alles schläft?

 

Basierend auf Motiven des gleichnamigen Buches von Wolf Erlbruch lädt »Nachts« zu einer Reise in die dunkelste Zeit des Tages: Geräusche werden plötzlich zu Symphonien, Häuser wachsen in den Himmel und der Mond wird kurzerhand vom Himmel geholt. In den Nachtstunden scheint plötzlich alles möglich, mehr als am Tag, besonders in unserer derzeitigen Lebensrealität. »Nachts« feiert den Mut und die Fantasie, stellt sich den Monstern unter dem Bett und zeigt, wie der Mensch über seinen eigenen Schatten springen kann.

 

 

Von Dunkelheiterkeit erfasst /

greift sie nach Sternen, die /

im Abendhimmeldunkelblau /

auf einmal näher als am Tag erscheinen.

                         

Träume, die am Tag geträumt /

werden gepflanzt und gut gewässert /

in Nachtschattengewächshäusern/

zum Blühen gebracht.

 

 

Nachts sind alle Katzen grau und sowieso passiert nichts auf den Straßen, in den Wohnungen, im Wald und auf der Wiese. Alle schläft. Der Mensch? Schläft. Der Hase? Schläft. Die Schafe auf der Weide? Schlafen. Die Hirschkuh im Wald? Schläft. Alles schläft, schläft, schläft. Und basta!

Stimmt das?

 

Gelockt von den Geräuschen der Nacht, die sich wie zu einer Sinfonie zusammenfügen, macht sich ein Mädchen auf, die Nacht zu erkunden. Was passiert vor dem Fenster, was gibt es zu erleben, wenn der Schritt durch den Vorhang gemacht ist und Stadt und Land sich auf einmal zu einer Tageszeit zeigen, die sich oftmals nur den Nachteulen erschließt?

Das neugierige Mädchen tritt immer weiter in die Dunkelheit hinein, immer dabei leuchtende Kugeln, die ihr den Weg zurückweisen sollen. Auf ihrer Reise durch die Nacht begegnet sie sprechenden Sternenbildern und wird von einem explodierenden Himmelszelt hinein geschleudert in eine Welt, bei der sich Fantasie und Realität vermischen. Farbenteppiche breiten sich über die verschiedenen Landschaften auf, Glühwürmchen laden zum Tanz, Schatten werden riesengroß und klitzeklein, spielen Streiche und sind nicht zu bändigen. Es ist klar: die Nacht ist so viel mehr als nur Schlaf, Dunkelheit und Nichtstun.

 

Während das Mädchen sich durch die Nacht tanzt, erzählen körperlose Stimmen, Nachtgestalten ohne Form, was es denn alles zu sehen geben könnte. Sie beschreiben den Weg des Mädchens, lachen und freuen sich mit ihr, fürchten sich mit ihr und würden so gerne mit ihr tanzen. Die älteren Stimmen, die immer wieder behaupten, dass nachts nichts passiert, werden eines Besseren belehrt – aber sind sie auch bereit es anzunehmen?

 

 

Presse:

 

…Bilder, Töne, Musik, Tanz und Spiel ergeben aber nicht nur Vorstellungen von dem, was sich in der Dunkelheit abspielt, sondern in den fantastischen Bildern erinnern sie auch an Träume, in denen viel mehr möglich ist als im wirklichen Leben mit seinen physikalischen Gesetzen wie Schwerkraft und anderen… (kijuku.at / 15.11.2021)